An der Grenze der Literaturgeschichte. Rudolf von Ems und der deutschsprachige ‚Cligès‘.

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2017

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Christine Putzo, « An der Grenze der Literaturgeschichte. Rudolf von Ems und der deutschsprachige ‚Cligès‘. », Serveur académique Lausannois, ID : 10670/1.l33r2y


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Der Beitrag behandelt die Frage, wie die zwei unterschiedlichen Zuschreibungen eines deutschen ‚Cligès‘ durch Rudolf von Ems zu erklären sind: Rudolf nennt im Literaturexkurs seines ‚Alexander‘ Konrad Fleck als Verfasser dieses ‚Cligès‘, im Literaturexkurs seines ‚Willehalm von Orlens‘ dagegen Ulrich von Türheim. Nur von letzterem haben sich Fragmente einer mittelhochdeutschen ‚Cligès‘-Dichtung erhalten. In wissenschaftsgeschichtlicher Perspektive werden zunächst die unterschiedlichen Hypothesen zur Erklärung dieses Befunds diskutiert. Dabei erweist sich, dass der Frage auch ein textkritisches Problem zugrunde liegt: Die gängige Edition des ‚Alexander‘ durch Junk enthält an der fraglichen Stelle des Literaturexkurses eine Konjektur, die eine ambivalente Aussage verdeckt. Liest man den Text dagegen in der einzigen Handschrift, die diese Passage überliefert, und bezieht dabei auch die unterschiedlichen kommunikativen Zusammenhänge ein, in denen Rudolfs Literaturexkurse jeweils entstanden, könnte schon der ‚Alexander‘ einen Hinweis darauf enthalten, dass Ulrich von Türheim eine von Konrad Fleck hinterlassene ältere Fassung des ‚Cligès‘, möglicherweise einen Torso, erneuert oder fortgesetzt hat.

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